Woher kommt Aikido?

Der Japaner Morihei Ueshiba entwickelte Aikido aus seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Ausübung anderer Budo-Künste. In diesen Prozess flossen die Erfahrungen seines bewegten Lebens hinein. In den letzten Jahren seines Wirkens entwickelte er seine Kampfkunst immer mehr zu einem friedvollen Weg die Harmonie mit dem Angreifer wieder herzustellen.

So wandelte er auch den Namen von 大東流合氣柔術 Daito-ryu Aiki-jujutsu in 合氣道) Aikido. Aus einer körperlichen Bewegungskunst wurde eine Weg seine geistige Energie einzusetzen.

Was bedeutet Aikido?


Der Japanische Begriff Aikido setzt sich aus drei Kanji zusammen:


 Ai bedeutet zusammenbringen, vereinen, Harmonie


氣 Ki ist der Geist, die Energie, die geistige und körperliche Kraft, die Lebensenergie


道 D0 steht für den Pfad, den Weg oder den Lebensweg

Was zeichnet Aikido aus?

«Wahres Budo dient nicht einfach dazu, den Gegner zu zerstören; es ist viel besser, einen Angreifer geistig zu besiegen, so dass er seinen Angriff gerne aufgibt.»[
– Morihei Ueshiba –

Im Aikido geht es nicht darum stärker, schneller oder härter als der Gegner zu sein. Es geht auch nicht darum ihn zu besiegen. Aikido ist der Weg seine geistige sowie körperliche Energie angepasst an die momentane Situation einzusetzen, so dass auch in Konflikten schnellstmöglich wieder Harmonie entsteht.

«Das Geheimnis von Aikido liegt nicht darin, wie du deine Füße bewegst, sondern wie du deinen Geist bewegst. Ich unterrichte euch nicht eine Kampfkunsttechnik, ich unterrichte euch Gewaltlosigkeit.»
– Morihei Ueshiba –

Durch permanentes physisches Üben der Techniken, werden die Prinzipien des Aikido sukzessiv psychisch verinnerlicht und in das Alltagsverhalten übernommen. Deshalb sehen wir Aikido nicht als reine Verteidigungstechnik, sondern als Weg (Do) sinnvoll und friedlich auf Aggression zu reagieren. Viele Übende haben Aikido bereits zu ihrem Lebensweg gemacht.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich auch mit Aikido in der Kommunikation. Sie wenden die Prinzipien des Aikido an, lange bevor eine Auseinandersetzung in die physische Ebene geht. Doch auch durch rein körperliches Üben des Aikido wird sich die Geisteshaltung verändern und alltägliche Konflikte werden erst gar nicht entstehen oder lassen sich harmonisch lösen.

Gibt es Wettkämpfe im Aikido?

Jede Form des Wettkampfes würde dem Geist des Aikido widersprechen. Es gibt keinen sportlichen Vergleich. Es geht auch nie darum andere zu besiegen.

Vielmehr ist es Ziel, durch hartes, andauerndes Training sich selbst zu besiegen und zu verändern.

«Wer Herr seiner Selbst und sich selbst übersteigt, um des wahren Sieges Willen, der ist des Sieges gewiss.» 
– Morihei Ueshiba 

 

Deutscher Aikido-Bund e.V. Was ist Aikido?

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