Landeslehrgang mit Uli Schümann in Walldorf

Die Energie des Angreifers einsaugen

Die Turngesellschaft Walldorf 1896 e.V. lud am 4. Und 5. Mai 2019 zu einem Landes-Lehrgang des Aikido-Verbandes Hessen e.V. in die Stadthalle Walldorf ein.

Nachdem das Sturmtief „Fabienne“ im September 2018 das Dach der Stadthalle so beschädigte, dass sie gesperrt werden musste, konnten die Walldorfer Aikidoka am 2. Mai 2019 zum ersten mal wieder in ihrem Stammdojo trainieren. Der Abteilungsleiter der TGS Walldorf, Andreas Kreuzer (2. Dan Aikido), bekam Gänsehaut, als er darüber sprach, mit welcher Freude die Gruppe in die Räume zurückgekehrt war und wie schön es ist, den Lehrgang in dieser Halle mit langer Aikido-Tradition stattfinden lassen zu können.

Uli Schümann, 7. Dan Aikido, war als Lehrer geladen. Mit seiner Bewegungsfreude nutzte er die ausgelegte Mattenfläche großzügig aus, um den hessischen Aikidoka und Gästen aus Bayern und Rheinland-Pfalz seine Aikido-Botschaft zu vermitteln. Er legte den Schwerpunkt diesmal darauf, die Angriffsenergie aufzunehmen und zu führen. Uli zeigte uns mit tänzerischer Eleganz, wie dies kraftlos, flüssig und effektiv erfolgen kann.

Für den Außenstehenden ist der starke Energiefluss der Techniken kaum sichtbar. Wir bemerken Energien vor allem dann, wenn sie aufeinanderprallen. In harmonischem Fluss geführt übersehen wir schnell die Kraft, die in diesen dynamischen Bewegungen steckt.

Wir sagen DANKE lieber Uli, für diesen wundervollen Lehrgang, bei dem wir nach den Worten von Andreas Kreuzer aus unserer Komfortzone geholt wurden, um wieder neue Aspekte in den Techniken des Aikido zu sehen und zu lernen, den Angriff aufzusaugen.

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Jubiläumslehrgang mit Alfred Heymann

Am 23. und 24. März 2019 kamen 54 Aikidoka zum alljährlichen Udo-Granderath Gedächtnis Lehrgang nach Nauheim, um unter Meister Alfred Heymann, 8. Dan,  zu trainieren. Die Aikido Abteilung des TV feierte mit diesem Lehrgang ihr 25 jähriges Bestehen.

Die Altersspanne auf der Matte reichte dabei von 9 bis 79 Jahren und alle hatten sichtlichen Spaß, auch wenn besonders bei den Aufwärmübungen mit dem Jo am Sonntagmorgen die Köpfe rauchten. Am Samstag lag der Fokus klar auf der Zentrumsarbeit, was zunächst mit Hamni Handachi und später an bekannten Kyu-Techniken wie Irimi Nage geübt wurde. Wichtig war es Meister Alfred dabei, das Ziel des Angriffs (das eigene Zentrum) rechtzeitig zu verlagern. Am Sonntag wurde durch das Training mithilfe des Jo geübt, den Körper als Einheit zu bewegen. Hierbei sollte auch alle Bewegung aus dem Zentrum kommen. Meister Alfred hielt die Lehrgangsteilnehmer immer wieder dazu an nicht linear zu arbeiten, da es der Uke sonst viel zu bequem hat.

Dieser Lehrgang mit Bundestrainer Alfred Heymann war für den TV Nauheim eine große Freude und besondere Ehre, vor allem da ihr Abteilungsgründer, Udo Granderath, 1982 bei ihm in Walldorf mit dem Aikido begonnen hatte.

In diesem Sinne, herzlichen Dank Alfred für das schöne Wochenende.

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Landeskyutraining in Niederseelbach

Am 17.03.2019 trafen sich am frühen Sonntagmorgen die Aikidoka zum Landeskyutraining in Niederseelbach. 15 Teilnehmer waren gekommen um unter der Leitung von Michael Müller, 2. Dan Aikido aus Mörfelden-Walldorf,  zu trainieren.

Michael machte es sich zur Aufgabe zwei Techniken des Kyu-Prüfungsprogrammes zu verfeinern. Die Teilnehmer setzten wissbegierig und mit Spaß die gezeigten Übungen um. Wie das in schönen Momenten eben so ist, verging die Zeit wie im Flug. Doch keine Sorge, das nächste Landeskyutraining ist bereits am 19. Mai ab 10 Uhr in Dreieichenhain. Als Lehrer ist dann Daniel Tippelt, 1. Dan Aikido aus Mörfelden-Walldorf auf der Matte.

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Bundestrainer Martin Glutsch in Frankfurt

Am 9. und 10 März 2019 gab Martin Glutsch (7.Dan) am Frankfurter Flughafen sein Debüt als Bundestrainer. Diese Premiere wollen sich rund 80 Aikidoka aus ganz Deutschland nicht entgehen lassen. Eine besondere Ehre für Hessen und Frankfurt, wie der 1. Vorsitzende des Aikido Flughafen Frankfurt e.V., Udo Dittrich, treffend anmerkte.

Trotz seiner 40 Jahre Aikido-Erfahrung gab Martin Glutsch zu etwas nervös zu sein, zeigte sich aber gleichzeitig optimistisch,  dass wir alle zusammen einen guten Lehrgang verbringen würden. In seiner gewohnt charmanten Art versprach er außerdem, sich um eine hochdeutsche Aussprache zu bemühen, was ihm gut gelang.

Im Fokus des Trainings stand die Zentrumsarbeit, die schon zu Beginn mit Atemtechniken geübt wurde. Die Themen des Lehrgangs Hanmi-hantachi, Kokyu-nage, Ude-kime-nage wurden ebenfalls unter diesem Schwerpunkt bearbeitet. Wobei es Martin Glutsch sehr wichtig war, dass sich auch der Nage bewegt, da sonst der Technikfluss zum Erliegen kommt. Die Angriffsenergie sollte jeweils frühzeitig am Zentrum vorbei gelenkt werden und der Uke ab dem ersten Kontakt destabilisiert werden.

Wer Martin Glutsch kennt, kann sich vorstellen, vor welche großen Herausforderungen sein absolut kraftloses und absichtsloses Aikido die Teilnehmer gestellt hat.  Kurz – ein Bundeslehrgang voller wertvoller Denk- und Trainingsanstöße.

Vielen Dank für das spannende Wochenende, Martin Glutsch.

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